» Berichte 2012 »
Berichte 2011 » Berichte 2010 » Berichte 2009
16.9.2010 Nachhaltige Geldanlagen für Stiftungen
Im September durfte das Schloss Bredeneek
Austragungsort der Veranstaltung "Nachhaltige Geldanlagen für
Stiftungen" mit hochkarätiger Beteiligung sein. Das Grußwort
hielt Klaus Schlie, Innenminister des Landes Schleswig-Holstein.
Durch die Veranstaltung führte Carsten Kock. Eine Dokumentation
der Veranstaltung steht über das Internetportal des Landes
Schleswig-Holstein Interessenten zur Verfügung.
Veranstalter:
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des
Landes Schleswig-Holstein
Mercatorstraße 3 • 24106 Kiel
in Kooperation mit dem Innenministerium,
der Diakonie Schleswig-Holstein,
den Volksbanken und Raiffeisenbanken
und den Sparkassen in Schleswig-Holstein.
»
Dokumentation 16.9.2010 Bürgerschloss Bredeneek
25.7.2010 Eckernförder Zeitung
Bürgerschloss Bredeneek - ein
Herrenhaus für alle Menschen
BREDENEEK Viel Arbeit steckt schon
drin, viel Arbeit muss noch rein. Schloss Bredeneek bei Preetz
war eigentlich schon dem Verfall preisgegeben, bis Jürgen
Paustian vor wenigen Jahren das heruntergekommene Herrenhaus
kaufte und wesentlich durch eigener Hände Arbeit Flügel für
Flügel und Raum für Raum wieder auf Vordermann brachte.
Parallel
zur Rettung und Restaurierung des Herrenhauses machten sich
Norbert Langfeldt und Reinhard Gromke gemeinsam mit Jürgen
Paustian daran, die Stiftung Bürgerschloss Bredeneek e. V. auf
die Beine zu stellen, deren Hauptzweck gleich in zwei Richtungen
steuert. Zum einen trägt die Stiftung zur Sanierung und
Erhaltung des unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmals
"Herrenhaus und Park Bredeneek" bei und zum anderen betreibt sie
Bürgerbildung in den Bereichen des Leitbildes einer
Bürgergesellschaft, um demokratisches Bewusstsein zu fördern und
die Kommunikationsfähigkeit und das politische Engagement der
Menschen zu verbessern. Die Stiftung Bürgerschloss Bredeneek
führt daher regelmäßige Veranstaltungen in einem Flügel des
Herrenhauses durch, der der Initiative von Jürgen Paustian auf
Dauer zur Verfügung gestellt worden ist. Viele Bürgermeister der
Umgebung sind Mitglied der Bürgerstiftung und haben zum großen
Teil sogar persönlich mitgewirkt, um die Räume für die
Vereinszwecke herzurichten. Fliesen wurden verlegt,
Jugendstildecken wiederhergestellt, Leitungen und Fußböden verlegt
und vieles mehr. Hausherr Jürgen Paustian sorgte vor allem
dafür, dass der Baukörper wieder la-erneuert wurde und vor allem
die Traditionssäle
im Hauptflügel wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt
werden konnten.
Die Arbeiten fanden im vollen Umfang die
Zustimmung des Landeskonservators, der die Wiederherstellung des
Schlosses in Bredeneek für beispielgebend hält. Aber auch die
Bildungsinitiativen der Bürgerstiftung sind in fast vollem
Umfang angelaufen. So konnten die Vereinsräume nahezu
vollständig ausgestattet werden und erste Veranstaltungen wurden
durchgeführt. Mit dem Impulsseminar "Verantwortung ist Freiheit
ist Verantwortung - Wege in die kommunale Bürgergesellschaft"
startete 2009 die Bildungsarbeit der Stiftung. Das Seminar
wandte sich an die Akteure der AktivRegion
Schwentine-Holsteinische-Schweiz und diente wesentlich dazu, die
Projektarbeit in der Region zu fördern und aufeinander
abzustimmen.
Für das Seminar "Beteiligung über das Reden hinaus -
Einführung in die GemeinsinnWerkstatt" gelang es gar, den
international renommierten Entwickler des wissenschaftlichen
Beteiligungsverfahrens "Gemeinsinn-Werkstatt', Wolfgang Fänderl,
zu verpflichten. Auch in diesem Jahr veranstalten wir wieder
Bürgerseminare für Erwachsene wie auch Jugendliche", bestätigt
Vorstandsmitglied Norbert Langfeldt, Einziges Manko würde jedoch
bis auf weiteres die fehlende Heizung im Stiftungs-Flügel des
Herrenhauses bleiben: "Wir sind zwar guter Dinge dass bald eine
Heizung eingebaut werden kann, aber da sind wir durchaus noch
auf Unterstützung angewiesen", so Langfeldt. Aus diesem Grund können
Veranstaltungen der Stiftung bis auf weiteres leider nur im
Sommerhalbjahr organisiert werden, fügt Langfeldt an.
Wolfgang Henze

Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung: Norbert
Langfeldt (links) und Jürgen Paustian - Foto Henze
25.7.2010 Eckernförder Zeitung
Der besondere Ort
Hamburger Handwerksmeister Jürgen
Paustian rettet bedeutendes Naturdenkmal
BREDENEEK Schloss Bredeneek liegt nördlich von
Preetz in der Gemeinde Lehmkuhlen. Es ist ein Herrenhaus im Stil
des Neoklassizismus, das in den Jahren 1898 bis 1902 seine
heutige Form erhielt. Erbaut wurde es aber bereits 1830 vom
Konferenzrat Conrad Hinrich Donner. Im August 1936 tagte im
Herrenhaus die Synode der Bekennenden Kirche Schleswig-Holsteins unter der Leitung von Johannes Tramsen. Als
herausragendes Kulturdenkmal im Land steht es unter
Denkmalschutz. Mit der bereits überwiegend vom Besitzer Jürgen
Paustian sanierten 2.700 Quadratmeter Nutzfläche und dem
sechs Hektar großen Park mit repräsentativem alten Baumbestand
hat das Schloss ein großes und besonderes Potential für eine
multifunktionelle Nutzung. Für Veranstaltungen zu öffentlicher
Begegnungen im privaten und gewerblichen Bereich geeignet sind
der Hauptflügel und der Park. Die zentrale im Jugendstil
gestaltete Haupthalle mit tonnengewölbtem Oberlicht und der
"Kaulbachsaal" mit Kolossalgemälden aus dem Leben Kaiser Karls
des Großen bieten zusammen mit weiteren repräsentativen Räumen
eine besondere Atmosphäre. Aus diesem Grund wurde das Schloss
auch als so genannte Außentraustelle des Standesamtes Preetz
Land benannt, das bedeutet: Auf Schloss Bredeneek kann auch
geheiratet werden.
whe
Foto: Henze
16.6.2010 Kieler Nachrichten
Acht Schüler-Teams traten bei der „Ecopolicy“-Landesmeisterschaft an
Regieren per Computer: „Das war 'mal etwas anderes als Schule"
Bredeneek. Einen Staat 25 Minuten lang regieren und ihn
möglichst in einen „paradiesischen Zustand" versetzen - darum
ging es bei der Ecopolicy-Landesmeisterschaft im Schloss
Bredeneek. Acht Schüler-Teams aus Schleswig-Holstein waren bei
dem eineinhalbstündigen Computerspiel-Wettkampf gegeneinander
angetreten, darunter zwei Mannschaften aus dem Kreis Plön. Aber
gewonnen hat eine Spielergruppe der Klaus-Harms-Schule in
Kappeln.
"Macht nichts"“, sagte Jana Krebs. Die Preetzer
Wilhelminenschülerin hat es mit ihren Teamgefährten Eike Reimers,
André Kalinowski und René Klotz nur auf den siebten Platz
geschafft, während Larissa Dziekan und Janine Saß von der
Dörfergemeinschaftsschule Probsteierhagen den sechsten Platz
erlangten. „Wir würden am liebsten noch einmal mitmachen“,
erklärte Eike Reimers. „Denn das war 'mal etwas anderes als
Schule“, ergänzte André Kalinowski. „Und am Ende macht es auch
großen Spaß“, schwärmte Larissa Dziekan.
Die Neuntklässler mussten bei dem Computerspiel-Turnier einen
fiktiven Staat so „regieren“, dass dessen Lebensqualität,
Umweltbelastung, Bevölkerungswachstum und Aufklärung, aber auch
Politik, Produktion und Sanierung in einen grünen Bereich kommen.
Problem ist dabei, dass sich nur vier dieser Aspekte steuern
lassen und ihre Auswirkungen auf alle anderen Bereiche nicht
exakt vorhersehbar sind. Außerdem sind Industrie-, Entwicklungs-
und Schwellenländer zu unterscheiden.
"Wir sehen hier eigentlich nur Gewinner. Denn die Schüler haben
sich alle in sehr schwierigen Szenarien bewährt und eine hohe
Leistungsdichte gezeigt“, sagten die Wettkampf-Initiatoren
Wilfried John und Hans-Werner Hansen. Die ehemaligen Lehrer der
Malenter Hauptschule hatten die Ecopolicy-Meisterschaften 2005
in Schleswig-Holstein eingeführt, um das systemische Denken bei
Schülern zu fördern. Am ersten Bundeswettkampf 2008/09 sollen
bereits 90000 Siebt- bis Zehntklässler beteiligt gewesen sein -
und jetzt ist sogar ein „Raum des vernetzten Denkens“ im Schloss
Bredeneek geplant. „Denn das vernetzte Denken ist nicht nur ein
Spiel“, sagte Hans-Werner Hansen. „Es wird auch in der Welt mehr
und mehr gefordert.“ mase
29.4.2010 "Was will mir das Bild sagen"
Am 29.4.2010 stellten SchülerInnen der Fridtjof-Nansen-Schule
Kiel Gaarden ihre Arbeiten auf Schloss Bredeneek mit der
Präsentation „Was will mir das Bild sagen?“
vor -
Arbeiten mit verschiedenen Sinn Schichten im Bereich Kunst.
Kooperationspartner des Wettbewerbs „Kinder zum Olymp“:
- ESN Energiesysteme Nord
- Bürgerstiftung Schloss Bredeneek
- Künstlerin Sinje Eggers
„Was will mir das Bild sagen?"
Das ist eine Aussage, die sich vielleicht jeder von uns stellt,
der in einer Ausstellung vor einem
Bild steht. Wenn ich eine
gegenstandsbezogen Abbildung im Bild erkenne, wie z.B Häuser,
Menschen, Tiere usw. dann fällt es mir leicht einen Inhalt im
Bildmotiv wieder zu finden. Stehe ich in einer Ausstellung aber
einen Bild gegenüber, welches aus reinen Formen, wie z.B. aus
Kreisen, Quadraten, Dreiecken aufgebaut ist, bleibt der Zugang
eines Bildes oft nur im assoziativen Bereich bestehen.
Das Gefühl ist immer der erste Einstieg in eine Arbeit. „Das
finde ich gut!“ oder „Das gefällt mir überhaupt nicht!“, sind
uns allen bekannte Aussagen zu Arbeiten in der Ausstellung.
Diese Aussagen bleiben immer nur bei der eigenen Person, halten
einen den Spiegel vor's Gesicht - ergründen nicht die
eigentliche Aussage des Bildes in der Arbeit des Künstlers, der
Künstlerin.
Die eine Gruppe hat sich selbständig nach den Arbeitsheften
Baustein Kopf und Baustein Raum Konzepten die Bereiche des
Kopfzeichnens und der Perspektive erarbeitet. Selbstbestimmtes
auf ein Ziel bezogenes Arbeiten ist hier ein wesentlicher
Lernschritt gewesen. Die hier gezeigten Ergebnisse in der
Kopfzeichnung und in der Perspektive, sind bis zum Modulbaustein
III, bzw. bis zum Modulbaustein
II ausgearbeitet worden.
Wieder zur Frage zurück „Was will mir das Bild sagen?“ In
kleinen Experimenten die wir in der Praxis mit Kugeln und
Quadraten, erprobt, ausgeführt und erfahren haben, wurden
Inhalte der vorhandenen Ausdrucksmittel präsentiert. Die
Ergebnisse wurden erst in einer ungegenständlichen
Bleistiftskizze festgehalten, später inhaltlich zum Thema
erarbeitet. Diese Ergebnisse werden dann in die erarbeiteten
Aussagen mit Farben auf Leinwand übertragen. Über
Bildwerkanalysen z.B.Kandinsky/Picasso werden diese Inhalte und
Aussagen bearbeitet und bewusst gemacht.
Zielausrichtung des Projektes:
- Das Erkennen des Wahrgenommenen und das Erkennen von
Zusammenhängen wird
geschult, Konzentration gefördert.
- Förderung und Freisetzung der persönlichen Kreativität jedes Einzelnen.
- Das räumlich- plastische Vorstellungsvermögen trainiert und
gefestigt
- Zielorientiertes Arbeiten wird trainiert.
- Neue Sichtweisen entdeckt, - Horizonte erweitert.
- Das Erkennen der Bildaussage eines abstrakten Bildes stimuliert die Wahrnehmung und schult das Bewusstsein.
Was hat das alles mit dem Vernetzten Denken zu tun?
Meine persönliche Sicht als freiberufliche Künstlerin ist die,
dass wir im 21 Jahrhundert an einem Wendepunkt stehen in Zukunft
anders mit den uns vorhandenen Ressourcen umzugehen. In meinem
Bereich der Freien Kunst gibt es im autonomen Ausdrucksbereich
Schnittpunkte, die fächerübergreifend Kunst und Musik; Kunst und
Literatur, Kunst und Chemie usw. auf der autonomen
Ausdrucksebene miteinander verbinden. Im Bereich Kunst sind es
die einzelnen Modulbausteine der autonomen Ausdrucksebene
Inhalte/Aussagen von Linie, Form, Farbe, Ordnungsstrukturen usw.
Im Bereich Musik sind es die einzelnen Modulbausteine der
autonomen Ausdrucksebene Inhalte/ Aussagen von Ton, Geräusch,
Melodie, Rhythmus, Klang usw. zu finden. Die Zusammenführung der
beiden Bereiche gestaltet sich so, dass die jeweiligen
Ausdrucksformen in den beiden Gruppen gegenüber gestellt und am
Ende gemeinsam zum ausgewählten Thema in einer Bild-, bzw.
Musikkomposition zusammengeführt werden. Schüler und
SchülerInnen haben so die Möglichkeit sich die Ausdrucksformen
der unterschiedlichen Bereiche bewusst zu machen und im Austausch
der Gruppen die „Gemeinsame Sprache“ zu vertiefen. Mir ist es
wichtig, für die Kinder der nächsten Generationen eine weitere
Möglichkeit für ihre Zukunft mit auf den Weg zu geben, sich
untereinander auszutauschen, das ist diese Art des vernetzten
Zusammenarbeitens. Wie ich es nenne eine „Gemeinsame Sprache“ zu
benutzen.
Bericht: Sinje Eggers
Klicken Sie bitte auf das Foto für eine
vergrößerte Darstellung oder zum Start der Diashow!
